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Erfolgsfaktoren des Design Thinking

Wie können Entscheider und Führungskräfte den Erfolg mit Design Thinking steigern?

Der rasante Wandel, der nicht zuletzt durch die Digitalisierung massiv verstärkt wird, macht vielen Angst. Viele Unternehmen suchen nach kreativen Lösungen, um sich neu bzw. zum Teil neu zu erfinden, damit sie ihren Erfolg am Markt behaupten können. Für kreative Lösungen bietet die Methode „Design Thinking“ eine große Chance. Dabei können alle Fragestellungen mit Design Thinking durchgespielt werden – seien es Fragen zum verbesserten Absatzweg, seien es Fragen zur Mitarbeitergewinnung usw.

Dieser Beitrag fokussiert drei der wichtigsten Erfolgsfaktoren von Design Thinking: Team, Prozess und Raum.

Das Team

Das Team, das sich mit Design Thinking Methoden beschäftigt, um neue Produkte und Services zu entwickeln, sollte interdisziplinär sein. Das bedeutet je unterschiedlicher die Berufsfelder, Rollen und Aufgaben der Teammitglieder, desto effektiver und produktiver können diese zusammenarbeiten. Auch eine Diversität in Bezug auf Herkunft, Kultur, Alter, Geschlecht und persönliche Erfahrungen ist hier besonders von Vorteil. Der entscheidende Erfolgsfaktor dabei ist, dass das Team möglichst viele verschiedene Perspektiven einnehmen kann. Dabei führt der Weg von einem individualistischen Denken hin zu einem Wir-Empfinden. Nur so kann eine sinnvolle Diskussion innerhalb der Methoden geführt werden.

Insbesondere Querdenker und Andersdenkende bzw. Personen, die sich trauen zu widersprechen und ihre Meinung zu vertreten, sind wichtig für das Team. Darüber hinaus sollten Mitglieder, die Begeisterung und Einfühlungsvermögen ausstrahlen, Teil des Teams sein. Sie nehmen einen positiven Einfluss auf das gesamte Team, wodurch sich wiederum die Ergebnisse verbessern. Hinzu kommt, dass niemand dazu gezwungen werden kann, kreativ zu sein. Dazu benötigt es auch der Bereitschaft, sich mit Design Thinking zu beschäftigen und offen für neue kreative Methoden zu sein. Je vielseitiger das Allgemeinwissen und die Fachkenntnisse der Teammitglieder, desto eher ergibt sich ein Muster, das auf ein menschliches Bedürfnis hinweist und den Mitgliedern eine Idee davon gibt, was der Kunde wirklich will.

Der Raum

Die Art des Raumes ist von großer Bedeutung für den Design Thinking Ansatz. Es sollte Wert gelegt werden auf eine freundliche und helle Atmosphäre, die Offenheit, Kommunikation und Kreativität fördert. Der Raum sollte insbesondere für den Prototypenbau Bewegungsfreiheit bieten und flexibel gestaltbar sein. Es soll die Möglichkeit geben, sowohl im Sitzen als auch im Stehen sowie alleine oder in Gruppen arbeiten zu können. Der Ort muss also den individuellen Bedürfnissen jedes Teilnehmers, Teams und Projekts gerecht werden.

Der Raum gilt als eine Gelegenheit, das Innovationspotenzial der Mitarbeiter zu maximieren. Die Atmosphäre prägt das Verhalten, die Erfahrungen sowie das Denken. Räume, die Innovationsprozesse unterstützen durchbrechen außerdem Silo-Strukturen. Sie schaffen Wissensnetzwerke sowie ein Bewusstsein zwischen den Mitarbeitern der verschiedenen Abteilungen. Somit wird der Austausch von Ideen vereinfacht. Zusätzlich schaffen sie Verbindungen, durch welche die Kommunikation und der aktive Austausch von Informationen erhöht werden.

Besitzt Ihr Raum die richtige Design-Thinking-Qualität?

Der Raum sollte den Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, sowohl gemeinsam Ideen zu generieren als auch diese Ideen alleine auszuarbeiten und weiterzuführen. Gerade in großen Unternehmen ist es derzeit beliebt, spezielle Räume ausschließlich für die Durchführung von Design Thinking einzurichten. Sollte ein solcher Raum fehlen ist dies jedoch nicht weiter schlimm. Fast jede Räumlichkeit lässt sich schnell und einfach zu Design Thinking Zwecken umgestalten. Natürlich muss hierbei beachtet werden, dass nicht nur die Menschen Platz im Raum benötigen, sondern auch die Whiteboards und Prototyp-Materialien. Warme Farben unterstützen den kreativen Prozess im Gegensatz zu kalten Oberflächen. Sonnenlicht bzw. Tageslicht vermittelt eine ruhigere und angenehmere Atmosphäre als künstliches, grelles Licht. Auch die Temperatur untermalt die Kreativität.

Da Design Thinking mit Bewegung verbunden ist, kann die Temperatur auch etwas niedriger sein, als die normale Raumtemperatur von 21 Grad. Die Akustik des Raumes ist ebenfalls von Bedeutung. Bei der Durchführung des Design Thinking Prozesses kann es schnell lauter werden, wenn viele Menschen ihre Ideen austauschen. Aus diesem Grund sollte der Raum kein Echo haben. Falls dies der Fall ist, sollten Schallschutzwände aufgestellt werden, die bspw. wie moderne Bilder aussehen und somit gleichzeitig die Kreativität fördern.

Der Prozess

Bei der Ausgestaltung des sechsstufigen Prozesses gibt es keine einheitliche Lösung. Solange die Teams interdisziplinär aufgestellt sind und der Prozess iterativ erfolgt, lassen sich die Grundprinzipien des Design Thinking durchführen. Jedoch sind dabei zwei Aspekte zu beachten. Zum einen sollten Problem- und Lösungsraum voneinander getrennt werden und zum anderen sollte zwischen divergierendem Denken (Lösungen entwickeln) und konvergierendem Denken (Lösungen bewerten) unterschieden werden. Der Prozess des Design Thinking macht eine offene Fehlerkultur notwendig. Er verknüpft eine analytische und kreativ-intuitive Herangehensweise miteinander.

Bei Interesse einen solchen Prozess einmal selbst zu durchlaufen, besuchen Sie uns doch bei einer unserer Schulungen im März. Weitere Informationen dazu finden sie hier.